Alle Beiträge von Jochen.Schremmer

Markt der Möglichkeiten

die von Jochen mitorganisierte Ausbildungsmesse im Bürgerzentrum Nippes steht vor der Tür: jetzt am Freitag 10.Mai zum 17. Mal!

Alle Anke, Bianca, Jens, Jochen und auch Lia sind dann dort, schaut doch mal vorbei : Mauenheimerstrasse 92

Infos über:

http://ausbildungsboerse-nippes.de/
Die Liste der Aussteller findet Ihr da auf der Startseite!

Unser Betriebsausflug am 4. Juli 2018

Es begann damit, dass Abt Bendikt ins Atelier von Bruder Lukas kam und ihn um ein Bild von der Burg Elz bat, da er mit dem Burgherren freundschaftlich verbunden ist. Es dauerte nicht lang und Bruder Lukas hatte ein wunderschönes Gemälde der tollen Burg gemalt.

Da kam Benedikt, der aus der näheren Umgebung stammt, auf die Idee, ob der Kellerladen nicht seinen Betriebsausflug zusammen mit Lukas, Prior Andreas und ihm selbst zur Burg unternehmen sollte, wg. Essen und Trinken dabei wolle er seine Familie in Treis-Karden an der Mosel ansprechen.

Ein unwiderstehliches Angebot für die Kellerladen-MitarbeiterInnen, ein Termin wurde schnell gefunden, das dauert sonst Monate! Lia besorgte den grossen Bus von Delhasse und pünktlich um 7 Uhr morgens stand der nette Fahrer Ingo damit an der Alzeyerstrasse. 25 Leute stiegen ein, besonders schön diesmal, dass auch die Helferinnen der Essensausgabe und mit Emad ein 28jähriger Flüchtling (über Jens und Bianca vom Jugendbüro) dabei war. Er ist gelernter Ingenieur aus Alexandria in Ägypten und hatte noch nie eine Burg gesehen.

Die Mitarbeiter aus unseren Kellern bzw. Waggon waren fast vollzählig dabei, unser Engel Sabine, Brigitte, Andy und Fredi vom neuen Vorstand und mit Oswald, Peter und Biggi gestandene Gründungsmitglieder des Kellerladens.

Bei bestem Wetter -in diesem Fall: etwas bewölkt und nicht zu heiss- erreichten wir Maria Laach, wo sich die Freundschaft von Kloster und Kölner Verein darin zeigte, dass die Begrüssung viele Umarmungen mit Lukas, Bendikt und Prior Andreas mit sich brachte, schon da war klar, der Tag würde gelingen. Dabei ging das Programm ja erst los! Das kannte allerdings nur Benedikt, das sorgte aber niemanden, da alle wussten, dass die Organisation bei ihm in besten Händen lag.

Als wir den Parkplatz der Burg erreichten, war es noch früh genug, ohne viel Tourismus zur Burg zu wandern, für Lukas und einige stand der Shuttle-Bus zur Verfügung, da der Weg extrem steil und schwer zu gehen ist. Henry trug das von Lukas gemalte Bild, das Benedikt leider nicht dem Grafen Elz persönlich überreichen konnte, da dieser kurzfristig verhindert war.

Eine nette junge Studentin übernahm dann die Führung durch diese tolle Burg, die im 12. Jahrhundert entstand und nie ernsthaft in Kämpfe verwickelt war. An was die damaligen Burgherren alles gedacht hatten, wie wunderbar kunstvoll und trotzdem funktional alles eingerichtet war. Wie voll die Wände mit Kunstschätzen (darunter ein echter Cranach d.Ä.) : Man zeigte, was man hatte. Für eine friedliche Burg gab es viel Waffen, von der Hellebarde bis zur Pistole und jahrhundertealten Gewehren und Minikanonen. In der Schatzkammer eine Handwerkskunst, die heute kaum mehr nachgemacht werden kann. Dabei überall Zeugnisse eines tiefen Glaubens bis hin zum Altar gegenüber des Himmelbetts.

Hunger!

Nach so viel Mittelalter und Natur ging es dann mit Ingo nach Treis-Karden durch die wunderschöne sommerliche Eifel. Benedikts Schwestern und Schwägerinnen hatten vor dem haus und mitten im 1500 Seelen-Dorf reichlich und sehr liebevoll eine deftige Brotzeit vorbereitet, die Männer hatten ebenso reichlich Getränke aller Art besorgt und schön im Garagen-Kühlschrank deponiert, nach Kölner Art wurde aus diesem Angebot schnell Selbstbedienung.

Nach dieser ersten Stärkung ging es teils mit Auto teils zu Fuss hoch zur Zilles-Kapelle direkt über der Mosel. Auch sie entstand schon vor 800 Jahren und spielt bis heute eine grosse Rolle bei der Heilung Schwerkranker, viele Dankesschilder im Inneren bezeugen dies: Maria hat geholfen.

Zurück durch steile Weinberge ging es zu Kaffee und Kuchen, Benedikts Familie war bei allem von uns erzeugten Durcheinander freundlich und entspannt, sie erzählten von ihrem Leben, das ja doch trotz aller Arbeit beschaulicher ist als in der Großstadt. Vielleicht können wir uns davon eine Scheibe abschneiden.

Apropo Scheibe, kaum war der selbstgebackene Kuchen genossen, wurde das Abendbrot aufgetischt : Fleischkäse umd jede Menge toller Salate. Die entspannte, gesellige Stimmung zeigte sich in vielen offenen Gesprächen in immer neuen Konstellationen und wurde auch durch einsetzenden Regen nicht getrübt, alle packten an und nach zwei Minuten saßen alle in der geräumigen Garage. Lukas ergriff das Wort um eine Herzensangelegenheit anzusprechen, zu der sich alle Anwesenden schon einmal Gedanken gemacht haben:

Wie kann die wunderbare – für aussenstehende vielleicht auch wunderliche – Zusammenarbeit zwischen dem Kloster Maria Laach und dem Kölner Kellerladen gefestigt, wie kann dazu ein Rahmen geschaffen werden, so dass die tollen Begegnungen weniger zufällig sind und nicht nur an Lukas gekoppelt sind? Es gibt ja schon vieles: die Besuche der Brüder in Bilderstöckchen, unsere Osttransporte, an denen sich mehrere Brüder engagieren, die Kölner Unterstützung bei der Apfelernte oder durch einige handwerkliche Aktionen. Prior Andreas schlug vor, dass sich 2x im Jahr eine Gruppe in Köln und Maria Laach trifft, die Ideen entwickelt, abstimmt und umsetzt. Für uns vom Kellerladen werden wir auch überlegen, ob daraus Angebote auch für unsere Kölner Jugendlichen attraktiv gestaltet werden können- erste Ideen wurden angedacht. Lukas Frage berührte alle, mehrfach wollte er einen Schlusstrich ziehen, damit das Projekt nicht zerredet würde. Doch das passierte nicht, die Konzentration blieb hoch, immer neue ermutigende Ideen, und nur der wg. der Busrückgabe notwendige Abschied besiegelte den Tag der Freundschaft.

Ein grosses Dankeschön wurde von allen an die Eifeler Gastgeber ausgesprochen, verbunden mit Einladungen nach Laach und Köln, sowie ein Abschied nach kurzer Fahrt von den im Bus mitfahrenden Brüdern in Laach, der sogar noch herzlicher war als die Begrüßung am Morgen.

Kurz nach 20 Uhr setzte uns Ingo nach sicherer Fahrt in Bilderstöckchen ab: zwar müde, aber entspannt und dankbar für einen aussergewöhnlichen Tag.